Zur Mitgliedersuche wechseln Sie bitte zu Mitgliedsunternehmen


Regelungen auf Landesebene in Hamburg

1. Wann muss auf Dichtigkeit überprüft werden?

Hamburg hat hinsichtlich der Fristen zur Durchführung von Dichtheitsprüfungen privater Hausanschlüsse mittels § 15 Abs. 2 des Hamburger Abwassergesetzes (V) den „Stand der Technik“ verbindlich eingeführt. Dies wird konkretisiert im Amtsblatt vom Dezember 2008 (V). Demnach gilt als „Stand der Technik“ die DIN 1986-30, einschließlich der darin genannten Fristen, d.h. im Grundsatz eine Überprüfung bis spätestens Ende 2015. Ausnahme von der DIN : Wiederholungsprüfungen in Wasserschutzgebieten sind alle 10 Jahre statt alle 20 Jahre durchzuführen.

2. Was muss auf Dichtigkeit überprüft werden?

Hamburg hat  mittels § 15 Abs. 2 des Hamburger Abwassergesetzes (V) die DIN 1986-30 verbindlich eingeführt. Es gilt daher der DIN skizzierte Prüfungsumfang (siehe auch Kölner Tabelle (V)). 

3. Wer darf Dichtheitsprüfungen vornehmen?

Hamburg hat in seinem Abwassergesetz (V) in § 13 bestimmt, dass die Herstellung, Änderung oder der Abbruch von privaten Hausanschlüssen nur von Fachbetrieben ausgeführt werden dürfen, die das Zertifikat einer zugelassenen Zertifizierungsorganisation besitzen.

4. Wie wird auf Dichtheit überprüft ?

Hamburg  führt auf der Homepage des Umweltsenats (V) in Anlehnung an die DIN 1986-30 aus, dass im Normalfall, wenn ausschließlich häusliches Abwasser abgeleitet wird, eine optische Zustandserfassung mittels Kamerabefahrung ausreicht. Alternativ ist eine Dichtheitsprüfung mit Wasser- oder Druckluft möglich, in einem Normalfall überschreitenden Fällen hingegen zwingend. Dichtheitsnachweise müssen mit Prüfbericht und Lageplan vom ausführenden Betrieb erstellt und auf Verlangen (bei Neuanlagen unaufgefordert) vorgelegt werden.